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12
Apr
Grenoble, FR
Schatz hat Geburtstag!
Heute ist Daniels Geburtstag und an dieser Stelle bedankt er sich ganz herzlich für die vielen Glückwünsche!

Es ist wirklich schön zu wissen, dass man den eigenen Geburtstag wieder im Büro verbringen darf, während der Partner in Frankreich Geburtstag feiert. Aber es sei dem Liebsten ja gegönnt.

Da wir in Grenoble eine Sightseeing-Tour einlegen, danach aber weiterfahren wollten, machten wir unseren Yoshi abfahrbereit und fuhren Richtung Grenoble. 8.30 Uhr in Vizille durch, alle Geschäfte zu um 8.30 Uhr... Die Arbeitszeiten in Frankreich sind sehr gewöhnungsbedürftig, wie wir die nächsten Tage auch noch feststellen mussten.

Den Abend zuvor beschäftigten wir uns nochmal ausgiebig mit den Umweltzonen in Grenoble und den damit verbundenen Fahrverboten. Es war nicht sehr einfach rauszufinden, da es auf den meisten Seiten auch recht uneindeutig geschrieben stand. Fest stand nur, dass wir mit unserem Opa Baujahr 1987 nicht ins Stadtzentrum bzw. den inneren Kern dessen durften. Gut, dürfen wir in Berlin auch nicht, also nicht weiter problematisch. Wir fuhren so weit wir konnten Richtung Stadtkern-Grenze und fanden zum Glück auch einen Parkplatz.

Alles für den Tagesausflug eingepackt stiefelt wir los Richtung Zentrum. Überwiegend alle Geschäfte noch zu, mittlerweile war es halb 10. Da wir noch nichts gefrühstückt hatten, suchten wir eine Boulangerie. Nach ca. 10min laufen fanden wir auch eine, wo wir uns erstmal frisch belegte französische Baguettes (also Baguettes können die Franzosen wirklich) und einen Kaffee holten. Da es sich bei der Boulangerie auch um eine Patisserie handelte, war die Auswahl an Küchlein und Plundern recht groß und äußerst verlockend. Während Daniel draußen mit Teddy wartete, versuchte ich mich meinem Schulfranzösisch zu verständigen. Was soll man sagen, einiges ist wirklich noch hängengeblieben und viele Wörter kamen auch recht schnell wieder. Auch jetzt noch rattert es die ganze Zeit in meinem Kopf, was könnte das und das auf französisch heißen. :D
Jedenfalls entschied ich mich für einen Flan (ein knuspriger Tarte-Boden mit dicker Puddingcreme mit Vanille aus Madagaskar drauf) sowie ein Stück Mille feuille (geschichteter Blätterteil mit Puddingcreme dazwischen). Es war der Himmel auf Erden!!

Im Reiseführer lasen wir über den "Téléphérique de Grenoble", eine Seilbahn mit Glaskugeln, in welchen man zur Bastille hinauffährt. Neben Kapstadt und Rio de Janeiro ist Grenoble die einzige Stadt, die eine solche Glaskugel-Seilbahn hat (z.B. https://www.grenoble-tourisme.com/fr/catalogue/activite/telepherique-de-grenoble-bastille-60029/). Das wollten wir unbedingt machen und nach wenigen Minuten waren wir auch schon da. Teddy verstand die Welt nicht mehr, als es nach oben ging, aber er schaute dennoch ganz interessiert nach unten. Wäre die Kugel vom Seil gerissen, wären wir wenigstens im Isère gelandet und hätten ans Ufer schwimmen können.

Der Ausblick von der Bastille war toll. Grenoble war plötzlich gar nicht mehr so klein und wir hatten einen schönen Blick auf die Altstadt. Nach ca. 1 Stunde sind wir wieder runtergefahren und haben uns die Altstadt vorgenommen. Und siehe da! Menschen und geöffnete Geschäfte. :) Wir sind gemütlich hier lang und da lang und befanden Grenoble für sehenswert. Ein süßes kleines Städtchen inmitten von Frankreich.

Gegen 14 Uhr hatten wir unseres Yoshi wieder startklar und wir sind weiter gen Norden gezogen. Aufgrund der Umweltzone etwas mit der Kirche ums Dorf, aber wir fanden den Weg raus aus der Stadt. Die Bundesstraße D1075 führte uns in das kleine beschauliche Örtchen Morestel, eine französische Gemeinde mit 4303 Einwohnern im Département Isère in der Region Auvergne-Rhône-Alpes. Am Eingang der Stadt thront auf dem Hügel eine mittelalterliche Burg, sehr beeindruckend.

Über die App "park4night" (https://park4night.com/?langage=de) fanden wir einen Wohnmobil-Stellplatz mit Entsorgungsstation und Frischwasser-Versorgung. Der App nach sollte es ein Stellplatz für 5 Wohnmobile sein, letztlich war es ein großer Parkplatz mit einem angrenzenden größeren Teich, auf welchem bereits 6 Wohnmobile abgeparkt waren, darunter auch 2 aus Deutschland, der Rest Franzosen. Die Franzosen fahren wirklich z.T. ganz schöne Schlachtschiffe. Wir hatten Glück und haben uns einfach seitlich zum Teich gestellt, sodass wir morgens wieder aufs Wasser schauen konnten.

Da es bereits Abend geworden war, ließen wir auch diesen Tag wieder in Ruhe ausklingen. Bier, Brot, frz. Käse und Salami, was will man mehr?

Das Morestel unsere "Heimat" für die nächsten Tage werden sollte, wussten wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Dazu aber mehr im nächsten Blogeintrag.